04. Juni 2008

Vögele-Ansiedlung stößt auf immer mehr Kritik !

Die Kritik der Grünen und des Naturschutzbeirats der Stadt an der Vögele-Ansiedlung bestätigt die BI-Aussagen über die Vorgehensweisen. Zumal nun eine erneute Bewertung der SGDS in Neustadt erforderlich ist, diesbezüglich aber noch keine Stellungnahme der Stadt eingegangen sei, stellt sich die Frage, wie bei der Bauausschusssitzung am 09.Juni darüber entschieden werden soll.

Langsam werden immer mehr Stimmen hörbar, so gab es laut Kenntnis der BI am 30.05.2008 bei der Sitzung der Metropolregion-Vertreter in Landau eine gute Stunde heftigste Diskussionen über die geplante Ansiedlung und deren Durchführung.

Den Bürgern wurde weder das nun bekanntgegebene Bauvorhaben im Detail nähergebracht, noch ein Blockheizkraftwerk erwähnt. Die BI fordert im Hinblick auf die erneut notwendige Bewertung der Industrieansiedlung durch die obere  Naturschutzbehörde bei der SGDS eine 2. Offenlage der Pläne und eine 2. Bürgerversammlung.

Es ist absolut unverständlich, wieso bereits am 16.Juni durch den Stadtrat über den Bebauungsplan beschlossen werden soll, obwohl die betroffenen Anwohner von Rheingönheim und Gartenstadt über die in der Umweltverträglichkeitsstudie sämtlich aufgeführten negativen Auswirkungen auf das Wohnstandortimage der beiden Stadtteile nicht unterrichtet wurden. Dass mit der Entwicklungsachse West in Ludwigshafen 55 Hektar bereits ausgewiesenes Gewerbegebiet zur Bebauung durch die Fa. Vögele bereit steht, wurde ebenso verschwiegen wie die Lage des Plangebiets  mit seinem nordwestlichen Teil in einer für das Stadtklima wichtigen Luftleitbahn. Dies führt dazu, dass das Vorhaben UVP-pflichtig ist und damit an dieser Stelle unzulässig (siehe S. 15+19 Begründung zum Bebauungsplan).

Der Öffentlichkeit wurde auch die Empfehlung von Prof. Joachim Alexander im Klimagutachten 2000 vorenthalten, für das Oberfeld lediglich eine lockere Siedlungsbebauung unter Vermeidung einer Riegelbildung vorzunehmen. Nachdem Prof. Alexander seit 2001 für die Stadtverwaltung Ludwigshafen tätig ist, ist es auch nicht nachzuvollziehen, wieso dieser kein neues Klimagutachten für die Vögele-Ansiedlung gemacht hat, nachdem er in seinem Gutachten von 2000 nicht die klimatologischen Auswirkungen bei Umwandlung des Oberfelds von unbebauter Ackerfläche in ein industriell genutztes Gebiet untersucht hat.

Gleichzeitig weist die Bürgerinitiative die in der Rheinpfalz geäußerten Vorwürfe der Fa. Vögele, die BI habe falsche Behauptungen aufgestellt, entschieden zurück. Da sämtliche Angaben der BI sich auf die Pläne und Gutachten der Stadtverwaltung stützen, so auch die Festsetzung der Gebäudehöhe von 25 Meter, müsste sich der Vorwurf des Anwalts Jeromin gegen die Stadt richten, die die Vorgaben der Fa. Vögele dann wohl in ihren Plänen nicht richtig umgesetzt hat. Eine Herabsetzung der Gebäudehöhe auf 13,5 Meter – wie von der Fa. Vögele angekündigt – sollte dann aber auch zur Richtigstellung im Bebauungsplan festgehalten werden.

Mehr Informationen finden interessierte Bürger auf der website der Bürgerinitiative „Für den grünen Süden” e.V. unter www.gruenersueden.de

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Danke für Veröffentlichung