Joseph Vögele AG
So stellt man uns die Firma vor:
Die mit dem Neubau der Fabrik einhergehende Investition in Höhe von 70 Millionen Euro ist ein klares Bekenntnis der Wirtgen Group zum Standort Deutschland, zur Stärkung der Metropolregion Rhein-Neckar und zur Sicherung der Arbeitsplätze der Mitarbeiter der Joseph Vögele AG
- wie gesagt, das will man uns glauben lassen.
Vögele hat schon Nokia gespielt und Lehrgeld bezahlt (Seite 2 unteres Drittel) – dass man also durch Ablehnung diese Firma ins Ausland drängt, ist eher unglaubwürdig und deutet darauf hin, dass man den Bürger unwissend denkt…Vögele war längst im Ausland, das heutige Ergebnis daraus sind 28% Leiharbeiter und noch im Januar 2008 wurden täglich 40 Minuten unbezahlte Mehrarbeit !! von der Belegschaft zur Standortsicherung Mannheim eingefordert – mittlerweile wurde dieses Problem umgetauft in Flexarbeit. Ob das bedeutend besser ist, wissen wir nicht.
Im Internet findet man eine Reihe von Beiträgen, auch hier ist etwa in der Mitte des Textes Vögele mit Slowenien erwähnt.
Gegen das Geschäftsgebaren der deutschen Firmen Wirtgen und Vögele (wie Kleemann und Hamm ein Tochterunternehmen der Wirtgen Group) hatte Transparency Deutschland (Korruptionswächter) offiziell Beschwerde beim Bundeswirtschaftsministerium eingelegt. Sie sollen zusammen mit vielen anderen knapp zwölf Millionen US-Dollar Schmiergeld für Aufträge im Rahmen des UN-Programms “Öl für Lebensmittel” bezahlt haben.
Widersprüche, wo man nur hinsieht, in der Presse liest man von einer Arbeitnehmerzahl von über 1.100. Wir haben aus zuverlässiger Quelle, dass Vögele genau 650 fest angestellte Arbeitnehmer führt statt 1.100 und 182 Leiharbeiter beschäftigt (entspricht in der Tat 28 %)….warum nur solche immense Abweichungen oder ständige Versprecher – Offenheit und Transparenz sieht für uns anders aus.
Weiterhin hat Hr. Dr. Pawlik von Vögele auf der Einwohnerversammlung am 18.März 2008 bekanntgegeben, dass das erklärte Ziel sei, die derzeitige Zahl von 28% Leiharbeitern, auf dann (wann?) nur(?) noch 15% Leiharbeiter zu reduzieren.
Bei neuen Fertigungsstraßen im Fahrzeugbau mit modernsten Anlagen, lassen sich etwa 10-15% Personal einsparen – ein Hauptgrund für solch großvolumige Investitionen. Durch eine gesteigerte Fertigung kann Vögele wahrscheinlich trotzdem 12-13% der Leiharbeiter in ein Festanstellungsverhältnis übernehmen (wenn das so überhaupt gewünscht ist), dann verbleiben nur noch 15% Leiharbeiter.
Die Zahl von 832 Gesamtbeschäftigten hat sich dann aber nicht wirklich verändert und ist noch weit weg von 1.300 wie in den Gutachten genannt – so dass der Flächenverbrauch pro Arbeitnehmer weit über den zulässigen Werten liegt – unberechtigter Flächenfrass wird durch luftige Hochrechnungen gerechtfertigt!
Wer das anzweifelt ist egoistisch, liebt das St. Florians Prinzip, hat keine Ahnung und was wir uns sonst noch anhören mussten – vorwiegend von Leuten die sich eben durch ihre Argumente selbst disqualifiziert haben.
Wohl gemerkt, Frau Lohse (OBM) hat öffentlich ausgesagt, sie hätte einer solchen Fläche nie zugestimmt, wenn nicht die entsprechende Anzahl von Arbeitsplätzen damit verbunden wäre.
??? Es handelt sich aber hier lediglich um eine Willenserklärung einer Firma, die weder in einem Gremium der Metropolregion Rhein-Neckar engagiert ist, noch sonst nennenswert positiv aufgefallen ist.
Es bleibt also bei einer Willenserklärung – mehr nicht !
Sicher keine Basis, um in einem Gutachten herangezogen zu werden für Flächenverbrauch pro Mitarbeiter, sonst wird nur geschönt, was selbst in Jahren konzeptionell nicht darstellbar erscheint.
Wenn ein Privatmann so auftritt und übermäßig positiv einen künftigen Verlauf darstellt, wird er allzu rasch abgestempelt zu einem Phantasten, der den Boden unter den Füßen verloren hat – wenn ein gewinnorientiertes Wirtschaftsunternehmen solche Hochrechnungen herausgibt, dann ist das phantastisch und es wird alles in Bewegung gesetzt um den Weg frei zu machen – koste es, was es wolle.
Wie naiv oder blauäugig hätte man uns Bürger eigentlich gern, oder sind wir so unmündig zu betrachten, dass man uns das Denken nicht zutraut?
Es geht doch immer nur um eines: Zum Spottpreis Grundstücke ankaufen und Wohnflächen, bzw. freie Flächen in Industrieflächen umwandeln lassen gegen den vorhandenen Regional-, Flächennutzungs- oder Bebauungsplan – mit Hilfe von Herrn Dr. Jeromin (Rechtsvertreter von Vögele und Kleeman, schauen Sie bei seiner Kanzlei mal unter Referenzen), der auch Bücher für Baurecht veröffentlicht hat und für solche Umsetzungen die beste Wahl scheint…selbst Richter beziehen sich auf seine Bücher und zitieren ihn, wer wäre da besser geeignet, um solche Vorhaben umzusetzen?
Moral von der Geschicht: Oftmals ist es leichter zu verstehen, wenn man die Zusammenhänge erkennt – leichter wird es dadurch wohl nicht, aber man bekommt mal wieder die Augen geöffnet.